Tag des offenen Denkmals am 11.9.2022

Motto bundesweit und auch bei uns:

KulturSpur. 
Ein Fall für den Denkmalschutz

Wir stellen aus, was wir spannendes beim Renovieren gefunden haben!

Wir laden wieder herzlich ein: 12 bis 16 Uhr.
Eintritt: kostenlos.

Nachtrag: Etwa 100 Interessierte besuchten uns in den 4 Stunden.

„Bestandsimmobilien“ sanieren – es lohnt sich in vielfacher Hinsicht!

Vor 5 Jahren stand der Dreiseithof kurz vor dem Abriß – nur der Denkmalstatus hat ihn gerettet…
Wir haben ihn im Spätsommer 2017 erworben und konnten trotz umfassenden Rückbaus und Grundsanierung schon nach 2 Jahren einziehen.
Die Kosten waren nicht höher als bei einem Neubau – aber es wurde viel „graue Energie“ = Kohlendioxid gespart, vermutlich zwischen 50 und 80 Tonnen Kohlendioxid (im Vergleich zu einem Neubau mit Betonwänden).

Wir genießen in Holz und Lehm eine wunderbare Wohnqualität.

Wollen Sie mehr erfahren? Siehe „Kontakt„!

Fensterläden jetzt auch auf West- und Südseite

Jetzt auch Fensterläden auf der Westseite (hier rechts im Bild)

Rechtzeitig vor dem Sommer haben jetzt erstmals auch die Fenster der Westseite und der Südseite (nicht im Bild, rechts um die Ecke ;-)) Fensterläden, natürlich ähnlich den vorhandenen an der Straßenfront (links im Bild). Bei den beiden Küchenfenstern (rechts) ist das eine komplizierte Angelegenheit, denn zwischen den beiden ist kein Platz für einen offenen Laden, daher müssen die beiden Äußeren jeweils auch den 2. Laden tragen, er wird mit einem Scharnier aufgeklappt.

Natürlich wurden die Fensterläden wieder, wie alles Holz am und im Haus, mit Leinölfarbe behandelt.

Doppel-Fensterladen mit einem Scharnier.

Rohputz fertig!

Nach 35 Manntagen sind jetzt 3 Seiten roh verputzt – natürlich mit ökologischem Kalkputz ohne jede Spur Zement. Nach der Trocknung (1 – 2 Wochen) kommt eine dünne Schicht Feinputz oben drauf, die dann noch weiß gestrichen wird. Die gelben Klebebänder bitte wegdenken – sie dienen dem Schutz der Holzbalken…

„Abtropfkante“

An den ersten zwei Gefachen ist schon gut zu erkennen, was unsere Verputzung von vielen anderen unterscheiden wird: Unsere Gefachverputzung ist unten nicht gefällig rund, sondern extrem kantig und mit der Kante von der Wand wegweisend – wie eine Skischanze soll Regenwasser vom Holz weg geleitet werden!
(Diese bauphysikalische Erkenntnis verdanken wir Zimmermeister Thomas Kern.)

Es geht weiter! Der vorletzte (?) Bauabschnitt des Wohnhauses

…das Verputzen der Gefache mit Kalkputz. Aller Lehm, der zwischen den Holzbalken bisher dem Wetter ausgesetzt war, kommt jetzt unter die typische, weiße Schutzhaut aus Natur-Kalk.

Seit Donnerstag sind Herr Esterle und die Firma Diem dabei, erste „Rohbauten“ sind gemacht, und – jeder Heimwerker kennt das – viel Zeit fressen die Vorarbeiten, hier der Schutz von Holzbalken und Gemäuer (gelbes Klebeband)…

Übrigens: Echten Kalkputz ohne Zementzuschläge (die sich ganz legal auch anders nennen dürfen) gibt es kaum noch zu kaufen. Deshalb machen wir gerne Werbung: Hessler Kalkwerke aus Wiesloch.

PS: Was wird der letzte Bauabschnitt sein? Es fehlen noch 2 Außentreppen (derzeit Holz-Provisorien samt Trockenmauer zum Abfangen).

sehr praktisch, wenn auch nicht wirklich denkmalgemäß…

Zwischen dem Kamin und dem Lüftungsschacht für die Brennstoffzelle war gerade genügend Platz für ein dickes Rohr – jetzt ist der häßliche Schornstein hinter Lehmputz verschwunden und der Abwurf in den Keller für die zu waschende Wäsche unter einem künftigen Bücherregal platziert.

Bitte mit dem Schieber in der Mitte
hin und her schieben: links: alter Zustand — rechts: neuer Zustand.

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